Wenn man so mitten in der Pampa nächtigt, ohne Zelt, dann wacht man normalerweise auf wenn die Sonne aufgeht. Das war heute auch nicht anders. Nach einem mehr oder weniger improvisiertem Frühstück haben wir die Sachen aufs Rad gepackt und sind wieder auf die Straße zurückgekehrt.
Es ging weiter nach oben, aber es ging nach den Aufstiegen nicht mehr so viel Höhe verloren wie gestern. Nach zwei Stunden ist das Wasser zur Neige gegangen (das ist der Nachteil beim Wildzelten, man kann morgens nicht das Wasser auffüllen). Nach einiger Zeit sind wir an eine Kreuzung gekommen an der ein Laden ausgeschildert war. Problem: es ging zu dem Laden etwa eine Meile steil den Berg hinunter. Das bedeutete zusätzliche Höhenmeter, aber die nächste Möglichkeit die Wasservorräte aufzufüllen (und die direkt an der Route lag), war noch mehr als 6 Meilen weg. Und die bergauf zu fahren dauert schon. Wir haben dann die Gelegenheit genutzt ein weiteres Frühstück einzulegen.
Wir haben uns dann wieder aufgemacht den Pass zu erreichen. Es hat noch eine Weile gedauert aber am frühen Nachmittag war es dann geschafft. Der erste große Berg. Etwa 2600 Meter, und das am vierten Tag. Vorgestern war ich in Folsom in den Berg hineingefahren. Das liegt auf 67 Metern. Ergibt also einen Anstieg von zweieinhalbtausend Metern, die zwischenzeitlichen Abfahrten kommen dann noch dazu.
Oben am Pass haben wir dann, mittlerweile obligatorisch, die Wasserflaschen aufgefüllt und sind den Pass runtergedüst. Dann ging es ziemlich schnell nach Nevada rein. Leider haben wir kein Schild passiert, vor dem man hätte posieren können. Dafür gabs andere Ansichten:
Gestern hatten wir in der Kneipentankstelle kurzfristig über die warmshowerslist.org jemanden in Carson City angeschrieben und gefragt ob er uns für eine Nacht aufnehmen könnte. Ein netter Radfahrer hat sich dann gemeldet und somit haben wir unsere Etappe in Carson City beendet. Doug, so heißt unser Gastgeber, hat uns dann sogar noch zum Supermarkt gefahren, so konnten wir unsere Vorräte auffüllen. Denn die Gegend in die wir uns morgen begeben werden ist ziemlich dünn besiedelt, sodass es schwierig werden könnte unterwegs was zu bekommen.
Blöderweise habe ich gestern Abend vergessen das Handy aufzuladen, deshalb gibt es vom heutigen Tag keine Auswertung der gefahrenen Strecke.
Lese Deine Geschichten wirklich gern! Hört sich toll an und bin etwas neidig...
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