Sonntag, 9. September 2012

Placerville - Irgendwo im Nirgendwo - Tag 5

Heute Morgen bin ich nicht so wirklich gut weggekommen vom Motel. Ich war zwar schon ziemlich früh wach, aber ich habe dann erstmal in Ruhe gefrüstckt und ausgiebig Kalorien zugeführt.
Es stellt sich auch heraus, dass es auch immer eine Weile dauert bis alles zusammengepckt ist. Man muss am Ende des Tages die Taschen fast immer komplett leren, damit man immer das findet was man sucht.

Ich habe mich dann gegen viertel nach 9 auf den Weg gemacht. Und dabei ging es so weiter wie es gestern aufgehört hatte. Nämlich steil den Berg hinauf. Da ich etwas spät gestartet bin, hat es auch nicht sehr lange gedauert bis es richtig heiß geworden ist. Es ging also so wie gestern: kleinen Gang rein und dann in geringem Tempo den Berg hinauf. Ich hatte Abends noch eine Extra-Flasche Wasser gekauft. Ich habe also insgesamt 3 Liter Wasser transportiert. Ich habe dann so einen Verbrauch gehabt, dass ich praktisch bei jeder Gelegenheit Wasser gekauft, oder meine Trinkflaschen aufgefüllt. Den Tag über sind es sicherlich 7 Liter Wasser gewesen die sich zu mit genommen habe.

Die Hitze, gepaart mit der Steigung, hat dann dazu geführt, dass ich ständig Pausen eingelegt habe. Damit bin ich ganz gut klargekommen. An einem Geschäft irgendwo mitten im Nichts an diesem Berg habe ich angehalten und die beiden Radfahrer wieder getroffen, die ich am Vortag überholt hatte. Wir haben dann ein bisschen gequatscht und entschieden gemeinsam weiterzufahren.

Wenn man etwas weiter in der Pampa unterwegs ist, dann ist man ziemlich auf die kleinen Läden angewiesen die irgendwie an der Strecke liegen. Man kann ja immer nur eine begrenzte Menge Wasser und Essen transportiern. Man muss also vorher schon immer ganz gut planen und praktisch überall "einkehren" weil es sonst einfach nix mehr gibt. Wir sind dann in Cooks Station in einen Laden rein, der alles zu sein scheint: Treffpunkt für die Leute der Umgebung, Geschäft, Tankstelle und Bar. Für einen lächerlich geringen Preis haben wir dort super gegessen. Nach ein oder zwei Stunden haben wir dann mit dem weitergemacht was wir praktisch den kompletten Tag gemacht haben: Man strampelt den Berg hoch, ein paar hundert Fuß oben angekommen gehts dann wieder runter, nicht ganz so weit wie vorher hoch, aber man verliert immer was von der Höhe die man sich erarbeitet hat.

Weil wir so ziemlich abseits von allem waren, haben wir Abends nach einem Zeltplatz Ausschau gehalten. Wir haben was gefunden, mit toller Aussicht und nicht einsehbar von der Straße.


An dem Tag haben wir es auf 6500 Fuß(etwa 1900 Meter) geschafft. Das Zelt habe ich gar nicht aufgebaut sondern mich einfach so hingelegt.

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