Das erste "Hindernis" was es aber zu überwinden galt war die Kälte. Es hatte in der Nacht gefroren, alle Sachen die wir außerhalb der Zelte gelassen hatten, waren kalt und mit einer dicken Schicht Raureif überzogen. Die aufgehende Sonne bewirkte dann, dass alles nass wurde. Auch die Sachen innerhalb des Zeltes, da dass gefrorene Kondenswasser vom Zeltdach tropfte. Zelten auf über 2000 Meter Höhe Ende September ist im allgemeinen keine gute Idee, doch aufgrund mangels Alternativen war uns nichts anderes übrig geblieben.
Mit nassem Zelt auf dem Rad haben wir uns dann auf den Weg nach Salida gemacht. Das erste Stück geht noch leicht bergan. Nach einer Frühstückspause in Gunnisson, haben wir dann gegen ein oder zwei Uhr den Fuß des Berges erreicht. Der Straße auf den Berg hinauf ist 10 Meilen lang, bei durchschnittlich 6% Steigung. Trotz des ganzen Gewichts haben wir es aber in weniger als 2 Stunden geschafft und standen dann auf der Nordamerikanischen Kontinentalwasserscheide. Grobgesagt bedeutet dies, dass die Flüsse und Bäche die (wenn man nach Norden guckt) links von dir entspringen in den Pazifik münden, die, die rechts von dir entspringen, in den Atlantik. Der Pass ist 3448 Meter hoch, und damit dürfte er auch höher sein als alle Pässe die man in den Alpen befahren kann. Es ist die größte Höhe, dich ich mit dem Rad je erreicht habe, und sie wird es wohl auch bleiben.
Ich habe dann zum ersten Mal die Handschuhe aus dem Packtaschen geholt, um zu verhindern, dass mir auf der Abfahrt die Finger abfrieren. Die Handschuhe haben ihren Zweck erfüllt. Wenn man so einen Pass mit dem Rad runterfährt spürt man dann mal wieder etwas, dass man im Auto nicht merkt. Es wird von Minute zu Minute wärmer. Oben noch ein bisschen gefroren, unten angenehme 20 Grad oder so.
In Salida angekommen haben wir uns ein Motelzimmer genommen. Eines mit ganz neuen, schönen Zimmern (und ohne Regen von der Decke).
Diese Etappe beendet übrigens den Abschnitt der Rocky Mountains meiner Tour. Ich verlasse nun die Berge und komme nach Pueblo. Von dort aus geht es nach Kansas und Missouri. Dort warten hunderte flache Kilometer auf mich. Hoffentlich mit Rückenwind.
Diese Etappe beendet übrigens den Abschnitt der Rocky Mountains meiner Tour. Ich verlasse nun die Berge und komme nach Pueblo. Von dort aus geht es nach Kansas und Missouri. Dort warten hunderte flache Kilometer auf mich. Hoffentlich mit Rückenwind.
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