Freitag, 7. September 2012

West Sacramento - Placerville - Tag 4

Heute war es ziemlich heiß. 88 Grad Fahrenheit, das entspricht etwa 31 Grad Celsius. Und wenn einem dann die Sonne auf den Rücken knallt, dann fällt das Radfahren auch ziemlich schwer. Dann muss man Geduld haben und langsam fahren.

Es ging heute morgen früh um 9 in West Sacramento los. Ich habe ziemlich lange gebraucht um aus der Stadt rauszukommen. Es war wahnsinnig viel Verkehr und es hat teilweise ewig gedauert eine Kreuzung zu überqueren. Irgendwann war ich aber draußen und bin eine ganze Weile auf dem American River Bike Trail gefahren. Es war irgendwie eine seltsame Landschaft, viel Gestrüpp keine oder nur kleine Bäume, aber schön. Es waren viele andere Radfahrer unterwegs, ausschließlich Rennradfahrer. Bis auf eine Ausnahme, als mir ein anderer Reiseradler entgegen kam. Ich habe ihn aber so spät gesehen und er war so flott unterwegs, dass ich ihn nicht fragen konnte wohin es geht. Er hatte diese orangen Ortlieb-Packtaschen vom Globetrotter, muss wohl ein Deutsch gewesen sein. Später habe ich dann noch zwei Radler überholt die in gleicher Richtung unterwegs sind. Dies zwei waren zusammen mit den beiden Radlern unterwegs die auch bei David in San Francisco zu Gast waren. Die hatten mir von den Beiden erzählt, ich hätte aber trotzdem nicht geglaubt, dass man sich tatsächlich über den Weg fährt. Die zwei waren auch ziemlich überrasche, dass ich über sie Bescheid wusste.

Ich habe dann in Folsom eine Pause eingelegt. Folsom ist der Ort wo auch das berühmte Folsom-Prison liegt. Ich habe es aber nicht gesehen. Bis zum Ort Folsom war der gesamte Weg ziemlich flach. Danach ging es dann so langsam in die Sierra Nevada rein und auch die Landschaft verändert sich sehr. Es geht nun eher durch Wälder.


Langsam bedeutet in diesem Fall nicht flach, sondern es gibt ständig Rampen und längere Anstiege. Die "erarbeiteten" Höhenmeter lösen sich dann im Anschluss aber wieder in Wohlgefallen auf, denn es geht immer wieder runter. Speziell bei der Hitze ist das ziemlich zermürbend. Es war relativ viel Verkehr und es kam eben diese Hitze dazu. Bei teilweise Steigungen im zweistelligen Bereich muss man den den kleinsten Gang reinhauen und versuchen so entspannt wie möglich, beinahe in Schrittgeschwindigkeit, den Berg hochzufahren. In der Strava-Auswertung könnt ihr das Höhenprofil ganz gut nachvollziehen. Ich habe regelmäßig Pausen eingelegt wenn sich ein bisschen Schatten bot. Bei den Pausen bin ich heute wieder etliche Male angesprochen worden, man erregt wirklich Aufsehen wenn man mit einem bepacken Rad unterwegs ist. Die Leute sind immer ziemlich begeistert. Mir werden jetzt schon etliche Daumen gedrückt, auch wurde angekündigt für mich und eine erfolgreise Reise zu beten. Interessant ist auch wenn man auf einem Radweg unterwegs ist, dann kommen die Rennradfahrer von hinten und man unterhält sich beim Nebeneinander herfahren.

So langsam wird mir bewusst was so eine Reise für einen Hunger erzeugt. Hier mal eine kurze Aufstellung von dem was ich heute so alles gegessen habe:

2 große weiche Oatmeal Cookies
eine Zimtschnecke
einen Pfirsich
2 Tomaten
einen Burrito
einen Burrite mit Käse überbacken
Nüsse
2 Mal Chili Cheese Pommes
1 Mal einen Junkyard-Hot Dog belegt mit Chili, mit Käse, mit Zwiebel und Pommes (!)

Kalorien habe ich übrigens nicht gezählt. Ich gebe dem Körper nur was er verlangt :-)

Die letzteren beiden Sachen habe ich am Zielort Placerville zu mir genommen. Da gibt es einen Fast Food Laden, der sich "Wienerschnitzel" nennt. Was deren Sortiment mit Wiener Schnitzel zu tun haben soll erschließt sich mir nicht, lecker war es auf alle Fälle. Man musste auch ein bisschen Auf die Sachen warten. Es scheint dass, zumindest teilweise, die Sachen "frisch" gemacht werden. Die liegen nicht wie bei McDonalds oder so fertig im Regal.


Ich bin heute wieder mangels Campingmöglichkeit in ein Motel eingecheckt. Morgen geht es weiter den Berg hinauf. Ich bin schon gespannt wie weit ich komme.


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