Sonntag, 23. September 2012

Hanksville - Lake Powell - 82 km - Tag 19

Obwohl ich heute früh aufgewacht bin sind wir erst sehr spät vom Motel weggekommen. Wir sind ja gestern erst nach 10 in Hanksville eingetrudelt sind, haben wir den heutigen Morgen dazu genutzt verschiedene Sachen zu erledigen. So zum Beispiel die ein oder andere Schraube am Fahrrad festziehen oder im Internet zu surfen. Obwohl das Motel eine ziemlich miese Absteige war, gab es ein gutes Wifi und dazu einen schönen Arbeitsplatz im schattigen Garten.

Dabei sind innerhalb von kurzer Zeit zwei andere Radler vorbeigekommen die irgendwie quer durch Amerika unterwegs sind. Der eine hatte ein Problem mit seinem Reifen und wurde irgendwo von einem Ehepaar aufgelesen. Die hatten ihn nach Hanksville gebracht, damit er dort sein Rad reparieren konnte. Leider konnten wir ihm dabei nicht weiterhelfen. Er benötigte einen neuen Reifen. Wir haben keine dabei und sonst ist im Umkreis von vielleicht 100 Meilen nichts aufzutreiben.
Ein weiterer kam vorbei mit dem wir uns kurz unterhielten. Er kam von Denver, wohin er wollte weiß ich gar nicht mehr. Ich habe, insbesondere seit ich in Utah bin, dutzende Reiseradler getroffen, die irgendwie in den USA von A nach B wollen. Ab und zu sind auch welche dabei, die richtig lange unterwegs sind. Also ein halbes oder ein ganzes Jahr.

Wir haben uns dann gegen halb 2 nach Hite am Lake Powell aufgemacht. Es war nicht so besonders weit, deshalb haben wir uns auch Zeit gelassen. Außerdem gab es einen wahnsinnigen Gegenwind, der zügiges Fahren unmöglich machte. Dies, gepaart mit der zurückkehrenden Langeweile der Wüste, hat bei mir eine gewisse Lustlosigkeit hervorgerufen. Am späten Nachmittag ließ der Wind dann nach und man konnte einigermaßen entspannt an den See fahren. Dennoch war es schon dunkel als wir dort angekommen sind.



Wir haben im dunkeln ein schönes Plätzchen ausfindig gemacht. Nachdem wir von anderen Campern den Hinweis bekommen hatten, dass es massenweise Treibholz gäbe, dass wir für ein Lagerfeuern nehmen könnten, haben wir uns ein schönes Lagerfeuer gemacht. Das ist beim Wildzelten im Wald leider nicht möglich, deshalb habe ich das besonders genossen. Mit Whiskey und leckerem Essen (wir hatten uns heute vor dem Aufbruch in Hanksville Steaks gekauft, außerdem haben wir von den Nachbarn Hot-Dogs geschenkt bekommen) haben wir bis spät am Abend am Feuer gesessen.

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