Nach Monatelanger Vorbereitung war es gestern dann wirklich soweit. Einen ganzen Tag lang hatte ich die Ausrüstung zusammengesucht, verpackt, aufs Fahrrad gepackt und testweise eine Runde gedreht. Was sich alles dabei habe und wie das auf dem Rad aussieht seht ihr unter Ausrüstung.
Um zehn Uhr morgens hat mich Birgit zum Flughafen in Frankfurt gefahren. Aufgrund der sagen wir mal nicht ganz so großen Motivation seitens United Airlines, mir die Information zukommen zu lassen, wie genau das Rad aufgegeben werden muss, haben wir es erstmal gänzlich unverpackt mitgenommen. Seitens der Website von United hieß es, dass sie möglicherweise Transportkartons zu Verfügung stellen. Da mir das aber zu schwammig war haben wir vorsorglich Verpackungsmaterial mit eingepackt. Was sich dann auch gelohnt hat. Der Typ am Schalter gucke mich auf meine Nachfrage diesbezüglich an wie ein Auto. Also das das Rad wieder zurück ins Parkhaus gebracht und eine kleine Bastelstunde eingelegt. Das hat nicht lange gedauert, in Gegensatz zum erneuten Check In-Versuch. Aber der war auch irgendwann abgewickelt, und aufgrund der ganzen Aktion war es schon an der Zeit sich zu verabschieden und ins Flugzeug einzusteigen.
Und wer hätte zu diesem Zeitpunkt noch dran geglaubt: es war an der Zeit für ein Positiverlebnis. Die Flugbegleiterin konnte scheinbar nicht mit ansehen (vielleicht hat sie auch einfach nur Konfliktpotential vermutet)wie ich eingepfercht zwischen Toiletten und Indischer Familie mit Kleinkind auf den Start wartete. Sie schickte mich auf einen anderen Platz. Es dauerte nicht lange bis bis ein schwergewichtiges Paar herannahte und mich die Frau mit einem bestimmten "Des sinn unnnsä Plätzzz!" von dort verscheuchte. Mit einem mitleidigen Blick wurde ich dann von der Flugbegeleiterin in die Econonmy Plus Klasse verlegt. Mit ordentlich Beinfreieheit.
Der Flieger stand dann noch so ungefähr eine Stunde rum, weil irgendwas scheinbar repariert werden musste und dann gings los. Der Flug verlief ziemlich problemlos, ab und zu gab es schöne Aussichten aus dem Fenster wie zum Beispiel die als wir gerade Grönland passierten:
Angekommen sind wir dann mit ungefähr der gleichen Verspätung. Bei der Gepäckrückgabe habe ich dann auch ziemlich schnell min Fahrrad gefunden.
Ich habe das mit Hilfe des mitgenommenen Werkzeugs einfach an Ort und Stelle aufgebaut und meine Sachen draufgepackt. Der Hinweis von einem Polizisten, dass es nicht erlaubt sei im Flughafen Fahrrad zu fahren warf meine ganzen Pläne natürlich total durcheinander.
Ich habe das Rad dann in die Bahn gepackt und bin in die Stadt gefahren. Während es noch total sonnig war als ich einstieg war nur Minuten danach draußen so ein Nebel der Eichstätt vor Neid erblassen lassen würde. Sah ziemlich seltsam aus. Ich habe dann recht schnell das Haus von meinem Warmshowers.org Host David gefunden. Nach kurzer Pause sind wir um die Ecke zu einem Mexikaner gegangen und haben superleckere Burritos gegessen. Dazu gabs ein ordentliches PBR.
Danach bin ich schnell ins Bett gefallen.
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