Samstag, 22. September 2012

Bryce Canyon National Park - Calf Creek Campground - 110km - Tag 17

Nachdem gestern Ruhetag war, wurde heute wieder der Hintern und die Beine malträtiert. Wir sind nicht besonders früh vom Park weggekommen. Wir hatten uns durch den zweitägigen Aufenhalt ziemlich ausgebreitet und bis das ganze Zeug wieder auf dem Rad war (inklusive Frühstück) hat es eine Zeit gedauert.

Wir sind aus dem Park raus und haben uns wieder auf die eigentliche Strecke begeben. Wir sind dabei durch das Örtchen Tropic gekommen wo wir bei der Post angehalten haben. Ken hatte sich von zu Hause ein Päckchen schicken lassen und hat es dort bei der Post abgeholt. Inhalt: Whiskey und Räucherlachs. Das Päckchen hatte der Vater gepackt und es gut gemeint. Wir fanden dort eine Flasche Makers Mark, allerdings keine normale, sondern eine mir schätzungsweise 1,5 Litern Inhalt. Wie das dann auf den Rad verstaut aussieht seht ihr hier:


Wir sind dann weiter durch Utah gefahren. Immernoch in der Wüste aber dennoch glücklicherweise nicht so langweilig wie in Nevada. Die Etappe gestaltete sich nicht besonders schwierig, es gab zwar ein paar kleinere Berge und Hügel zu überwinden, aber nichts großes. Dennoch muss man sagen, dass man nach einen Ruhetag nicht unbedingt merkt, dass man jetzt besser drauf ist oder so. Den Erholungseffekt kann ich jetzt also nicht genau beschreiben.

Wir haben dann Mittags in einem Ort Namens Escalante Halt gemacht. Mir scheint als sei Utah so ein bisschen eine Hippiehochburg, und seltsamerweise eine sehr teure. Es gab einen Laden, der Outdoorprodukte verkaufte und an den ein Cafe angeschlossen war. Davor saßen bärtige Mittdreißiger. Der Laden war lächerlich teuer. Sowohl die Klamotten (Karohemd 160$, die Patagoniasachen habe ich mir gar nicht erst angeguckt) sowie die Pizza im Cafe. Preis für eine Pizza: stolze 22$ - eine kleine versteht sich.
Statt dessen haben wir dann an einem Burgerladen gegessen. Der war preislich ok, und deshalb wohl gut besucht.

Wir sind bis in den Abend hinein gefahren und kamen irgendwann überraschend in einen wahnsinnig schönen Canyon hinein. Das war in der Gegend des Grand Staircase National Monument. Um so eine spektakuläre Gegend fahrend zu erleben ist das Rad einfach ein ideales Mittel da man alles so unmittelbar wahrnimmt, im Gegensatz zum Auto beispielsweise. Man hat Zeit rumzugucken, man sieht alles, man kann immer sofort anhalten wenn man will, man nimmt alle Gerüche und Geräusche wahr.


Am Abend sind wir an einem schönen Campingplatz inmitten des Canyons vorbeigekommen und wir haben uns entschieden dort die Nacht zu verbringen. Es war ein ganz kleiner Platz mit wenigen Stellplätzen die alle belegt waren. So sind wir auf die große Wiese ausgewichen, auf der noch zwei weitere Zelt standen.

Wir hatten ja den Whiskey dabei, und haben unsere Zeltnachbarn, Maren und Jason, gefragt ob sie etwas Eis dabei hätten. Es ergab sich dann, dass wir an ihr Lagerfeuer eingeladen wurden und dort mit Ihnen einen interessanten Abend verbracht haben. Mit Hot-Dogs, Bier und Whiskey.

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